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Bajonettanschluss Viele Kameras sind heute mit einem sogenannten Bajonettanschluss versehen, der im Wesentlichen das rasche Wechseln von Objektiven erlaubt. Den Vorteilen dieses Schnellverschlusses steht die schlechte Kompatibilität der Objektive zu anderen Kameramodellen gegenüber.
Balgengerät Ein Zusatzstück, dass zwischen Kameragehäuse und Objektiv verschraubt wird und somit Irritationen durch Streulicht fernhält und die Bildweite bei Makroaufnahmen verlängern kann. Balgengeräte können oftmals auch verschoben werden.
Banding Banding steht für "Steifenbildung" und meint den Bildeffekt der streifenförmigen Artefaktbildung. Das Banding tritt häufig bei Aufnahmen mit hohem ISO-Wert in den dunkleren Bereichen des Fotos auf.
Bildebene Die Bildebene meint jenen Ausschnitt der Kamera, in der scharfe Abbildung eines Motivs möglich sind. Bei analogen Kameras spricht man häufig auch von der "Filmebene", während dies bei Digitalkameras häufig als Bildwandler bezeichnet wird.
Bildkompression Die Bildkompression ermöglicht in der digitalen Fotografie, die Kapazität einzelner Bilder auf einem Speichermedium auszuweiten. Dies geht der Regel zu Lasten der Bildqualität, da je nach Stärke der Kompression, viele oder weniger viele Bilddetails "verrechnet" und somit verloren gehen. In der Bildbearbeitung ermöglichen oftmals Routinen beim Speichern eines Bildes, die Kompression genau zu definieren. Bei Adobe Photoshop z.B. geht dies in Prozent.
Bildstabilisator Der Bildstabilisator iste eine elektronische respektive opto-mechanische Vorrichtung, um Verwacklungsunschärfen beim Fotografieren zu vermeiden. Häufig anzutreffen ist diese Option bei Kameras mit hohem Zoom-Faktor (10x), da hier bei vollem Zoom ein Foto aus der freien Hand ohne Verwacklung nur schwer bis gar nicht möglich ist. Bei den optischen Bildstabilisatoren werten sogenannte Gyroskopen (oder auch Kreiselsensoren genannt) die axialen Bewegungen des Objektives aus wobei die Steuerungselektronik und das bewegliche Linsensystem die Hauptarbeit verrichtet.
Bildwandler Glossy ist die englische Abkürzung für "Glanz" oder "glänzend". Anwendung findet das Wort in der Fotografie bei der Beschreibung von Papiereigenschaften. Gemeint ist eine glänzende Oberfläche für Fotopapier oder Druckerpapier.
Bildwinkel Der Bildwinkel meint den horizontalen Winkel des Motivs zum Motiv. Je grösser der Bildwinkel, umso breiter wird die anvisierte Motivbreite.
Blende Unter Blende versteht man die iris- oder lochförmige Öffnung eines Objektives, welche sich variable öffnet oder schliesst. Die Blende selbst ist oftmals lammellenartig verbaut und ist im Wesentlichen für den Lichteinfall verantwortlich und regelt auch die Schärfentiefe einer Aufnahme. Mit einer maximalen Blendenzahl erzielen sie die grösstmögliche Tiefenschärfe.
Belichtung Bei der Belichtung wird das lichtempfindliche Element der Kamera (der Film oder bei digitalen Kameras der CCD-Chip) eine bestimmte Zeit dem Licht ausgesetzt, um letztlich das Foto bzw. Bild zu erzeugen.
Belichtungsmesser Der Belichtungsmesser ist im Wesentlichen ein Bauteil, welches die Intensität des Lichts in ein elektrisches Signal umsetzt. Während externe Belichtungsmesser ermittelte Ergebnisse auf einem Display ablesbar machen, nutzen die modernen Kameras die Ergebnisse des internen Belichtungsmessers, um die Belichtungsdauer und Blendeneinstellung vorzunehmen. Es gibt dabei verschiedenste Arten der Belichtungsmessung. Man unterscheidet die Spotmessung, mittenbetonte Integralmessung und Mehrfeldmessung.
Belichtungskorrektur Die bewusste Abweichung von der optimal ermittelten Belichtungdauer nennt man Belichtungskorrektur. Dabei weicht der Fotograf vom Optimum ab, um eine Über- bzw. Unterbelichtung zu erzielen. Viele Kameras bieten eine manuelle Regelung in 0,5er Schritten von +3 bis -3 an.
Belichtungssteuerung Die meisten Kameras bieten diverse Programme für die Belichtungssteuerung. Neben der Vollautomatik, wobei die Kamera automatisch Belichtung und Blendeneinstellung vornimmt, stehen auch oftmals ein Modus zur manuellen Blendeneinstellung bzw. Belichtungszeit zur Verfügung. Je nach dem, welcher Modus gewählt wurde, erledigt die Kamera automatisch die Einstellung für Blende oder Belichtung. Bei reinem Manuell-Betrieb stellt der Fotograf die Belichtungsdauer und Blendenzahl jeweils per Hand ein.
Belichtungszeit Die Belichtungszeit meint die Dauer, die ein Film oder CCD-Chip der Wirkung des Lichts ausgesetzt ist. Die Belichtungszeit gehört zu den wichtigsten Dingen bei der Fotografie.
Blendenautomatik Die Blendenautomatik meint die manuelle Vorgabe der Verschlusszeit durch den Fotografen, während die Kamera selbst dazu anhand der Lichtverhältnisse die passende Blendeneinstellung wählt. Bei den meisten Kameras wird dieser Aufnahmemodus durch das Symbol "S" oder "Tv" dargestellt.
Blitzgeräte Blitzgeräte ermöglichen die optimale Ausleutung des Motivs, auch bei schlechten Lichtverhältnissen. Während die meisten Kameras über einen eingebauten Blitz verfügen, lässt sich über externe Blitzgeräte die Reichweite entscheidend erhöhen. Blitzgeräte sind in verschiedenen Formen und Grössen zu haben. Man unterscheidet Multiblitz-, Ringblitz-, Stabblitzgeräte und Kompaktblitzgeräte. Blitzgeräte speisen ihren Energiehunger im Wesentlichen durch Batterien und Akkus. Einige können auch den Strom aus einer normalen Steckdose beziehen. Auch die Kommunikation zwischen Kamera und externem Blitz kann unterschiedlich sein. Man unterscheidet hier zwischen der drahtlosen, kabelgebundenen oder Tochterblitzvariante. Ferner sind Blitzgeräte für die die Analogfotografie anders abgestimmt, als für die Digitalkameras. Der Hauptunterschied liegt hierbei in der Farbtemperatur.
Blitzleitzahl Die Blitzleitzahl beschreibt die Leistung eines Blitzgerätes. Dabei wird diese Leitzahl in der Regel mit ISO-Wert 100 und einer Brennweite von 50 mm angegeben. Die Leitzahl ermöglich die Berechnung der maximalen Entfernung zum Motiv unter Berücksichtigung der ausgewählten Blende. Die Formel ergibt sich dabei wie folgt: Leitzahl = Blende x Entfernung (in Meter).
Blooming Das Blooming beschreibt einen bestimmten Bildfehler, der besonders bei Übergängen von sehr grellen zu dunklen Motivübergängen entsteht. Ein violetter Saum entsteht an den Übergängen. Hierbei handelt es sich um eine Fehlleistung des Bildwandlers. Einige Pixel sind dabei schlichtweg elektrisch überladen und geben diese an benachbarte Pixel weiter, was zur genannen Farbverfälschung führt.
Brennweite Die Brennweite beschreibt den Abstand in Millimetern zwischen Objektiv- und Aufnahembereich. Bei grosser Brennweite, wird ein Motiv vergrössert ("gezoomt"), wobei der Bildwinkel verkleinert wird (kleinerer Bildausschnitt). Gegensätzlich verhält es sich bei kleiner Brennweite. Beide Extreme können mit Weitwinkel- (entspricht dem letzten Fall mit kleiner Brennweite) und Tele-Objektiven (Zoomobjektive) weiter gesteigert werden. Allerdings kann nicht jede Kamera mit externen Objektiven oder Konvertern versehen werden. Achten Sie beim Kauf auf diese Funktionalität, um länger Freude am Gerät und mehr Möglichkeiten zu haben.
Bridge-Kamera Bridge-Kameras weisen einen Spiegelreflex-Sucher auf, kann aber keine auswechselbaren Objektive nutzen.
Buffer Das Wort Buffer steht für "Zwischenspeicher" und meint jenen Speicherort, der von digitalen Kameras beim Schiessen von Fotos genutzt wird, bevor eine endgültige Speicherung auf der Speicherkarte stattfindet. Der Zwischenspeicher ist wesentlich schneller als die Übertragung auf Speicherkarten und erlaubt so das rasche Aufeinanderfolgen von Fotos hintereinander (Serienbildfunktion).
Blub Der "Blub" beschreibt die Einstellung bei Kameras, die Blende abhängig von der Dauer des gedrückten Auslösers offen zu halten. Besonders in der Astrofotografie kommt diese Methode zum Einsatz. Um Verwacklung vorzubeugen oftmals auch in Verbindung mit Draht- oder anderen Arten von Fernauslösern.